Arbeiterinnen und Arbeiter!
Die ständig wiederkehrenden und dabei immer tiefergehenden, ökonomischen Krisen treffen uns immer härter. Um den Druck des leidenden Kapitalismus zu bewältigen, attackiert die Bourgeoisie unsere Entlohnung, unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen, die schwachen und unzulänglichen „Garantien“ der Sozialversicherung und des Sozialwesens. Durch die Aufbietung der Macht des bürgerlichen demokratischen Staats – das oberste Werkzeug unserer Unterdrückung – und all seiner Organe (das Parlament, Gewerkschaften, Priestertum, Massenmedien, politischen Parteien, pseudo-proletarische Vereinigungen, etc.) welche uns kleinlaut halten und uns die gesamten Kosten der Krisen bezahlen lassen. Und so sind wir genötigt für unser Überleben Tag für Tag zu kämpfen, gegen unsichere Anstellungen, Arbeitslosigkeit, die Höhe der Lebenserhaltungskosten, die Erhöhung der Arbeitszeit und der Ausbeutung, entsetzliche Sicherheitsstandards, gegen den Verfall der allgemeinen Lebensbedingungen, Massenentlassungen um die Profite zu sichern und in manchen Fällen um kämpferische Arbeiterinnen und Arbeiter zu bestrafen, polizeiliche und gesetzliche Repression, falls irgendjemand seinen Kopf erheben sollte.
Arbeiterinnen und Arbeiter!
Die Bosse setzen ihre Forderungen fort, dass wir uns aufopfern sollen (dabei erzwingen sie dies in Wirklichkeit) und versprechen uns im Gegenzug dafür, eine Verbesserung der Lebensbedingungen. Nach der Lage der Weltwirtschaft zu schließen, dies bekräftigen wir Kommunistinnen und Kommunisten, und was in den vergangenen zehn Jahren passiert ist, so wird die geringste Andeutung einer ökonomischen Verbesserung von den Bossen in Form des Profits aufgesaugt, während für uns Proletarierinnen und Proletarier die miserable Entlohnung stets geringer wird. Währenddessen tut die bürgerliche Propaganda alles mögliche um Schuldige für die Konsequenzen der ökonomischen Krise zu benennen, zum Beispiel den wachsenden sozialen Verfall und die fortschreitende Verarmung der Proletariermassen – für welche nur die Bourgeoisie und deren Wirtschaftssystem alleinig verantwortlich ist – Funktionen, welche die unvermeidbaren Effekte der kapitalistischen Ausdehnung sind, so wie die Kriminalität und die Migration, hierdurch wieder der Rassismus begünstigt wird, der Krieg der Armen gegen die Armen und die Spaltung im Herzen des Proletariats.
Die gegenwärtige Weltsituation wird sich mit zunehmender Geschwindigkeit verschlechtern, mit einer weiteren Zunahme der internationalen Spannungen und lokalen Konflikten einhergehen und in der Folge von immer stärkeren und zerstörerischen Wirtschaftskrisen, werden sich die imperialistischen Staaten wieder bis an die Zähne bewaffnen.
In dieser Phase der Wiederbewaffnung wird wieder die Auferlegung von weiteren und schwereren Aufopferungen und stärkeren Kontrollen sein, ganz nach dem alten Motto: „Halts Maul und arbeite“, um die Arbeiterinnen und Arbeiter zum Gehorsam zu erziehen.
Am Ende dieses Anschwellens, wird das Proletariat aller Nationen wieder in ein gegenseitiges Massaker geführt, hinter die abgedroschenen nationalen Fahnen gereiht und von den Fanfaren des Nationalismus zusammengedrängt, welche sich seit einigen Jahren wieder sammeln. Die Bourgeoisie aller Staaten welche in diesen Konflikt involviert sein werden, wird den aktuellen Feind den Anstrich des Angreifers, des Grausamen und des Unmenschlichen geben, aber sich selbst als das Opfer, des Guten, des Menschlichen und „für Gottes Sache“ geben. Mit anderen Worten, wir werden an einem gigantischen Ausmaß bemerken, die gängige Choreografie der Lügen, welche bei jedem Ausbruch jeden Konflikt begleiten und der Kaschierung der einzig wahren Gründe dient, nämlich des kapitalistischen Profits.
Das internationale Proletariat alleine, welches von diesen Ereignissen getrieben ist, ist einzig in der Lage, die Katastrophe eines neuen Weltkrieges zu verhindern und die verdammte bürgerliche Zivilisation und die Ausbeutung, welche sie erschafft, zu beenden. Gedrängt von den heftigen Attacken des Kapitals, doch zuerst muss unsere Klasse für ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen kämpfen, um sich mit einer vom Gegner, dem bürgerlichen Staat, unabhängigen Organisation auszustatten, alle internen Spaltungen überwinden, erkennen, inmitten dieser Kämpfe, das nur eine vereinigte proletarische Front auf die Attacke des Kapitals effektiv antworten kann. Wir Kommunistinnen und Kommunisten zeigen den Arbeiterinnen und Arbeitern den Weg des offenen Klassenkriegs auf, mit den Methoden und Zielen, welche dazugehören und dies seit 150 Jahren: ein langgezogener Generalstreik, ohne Warnungen und ohne zeitliche oder örtliche Beschränkungen, die organisierte Absage jeglicher Diskriminierung von Alter, Geschlecht oder Nationalität; eine drastische Verringerung der Arbeitszeit, verbunden mit Lohnerhöhungen, eine größere im Falle von schlechter bezahlten Branchen; volles Gehalt für Arbeitslose, welche freigestellt oder entlassen wurden und ebenso für Migrantinnen und Migranten; die organisierte Verweigerung für jegliche Form von prekärer Anstellungen oder Schwarzarbeit; der Kampf gegen jegliche Abkommen, Absprachen oder des Verzichts im Namen der nationalen Wirtschaft und deren Interessen.
Arbeiterinnen und Arbeiter!
Nur eine wahre Klassenpolitik, abzielend auf das Überwinden des Kapitalismus, kann den Ausweg vertreten und der Menschheit die Schrecken eines neuen Weltkriegs ersparen. Wir wissen, dass dies gegen die Politik der ewigen friedfertigen Positionen verstößt, gegen die „anti-imperialistischen“ Marschierer, die Ermahner des sozialen Friedens. Aber es existiert die Gewissheit, dass das internationale Proletariat, gefangen zwischen den niemals endenden Bedrohung auf der einen Seite und zunehmend unerträglichen Lebensbedingungen auf der anderen Seite, fähig sein wird, den richtigen Weg zu wählen, aufgezeigt und verkörpert von seiner revolutionären Partei: für die endgültige Überwindung der bestehenden Gesellschaft.
Internationale Kommunistische Partei
(Internationalist Papers – Cahiers Internationalistes – Il programma comunista)
September 2008
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